Simon weiß was er will.  Er analysiert die Dinge genau und will Zusammenhänge und Ursprünge verstehen. Hat er eine Entscheidung getroffen, arbeitet er zielgerichtet und bestimmt darauf hin. Für Simon gibt es keine Langeweile, er scheint mit seinen Gedanken immer an der Weiterentwicklung von Ideen zu feilen – er möchte etwas bewirken und bewirkt. Was ihn antreibt ist nicht mit dem Strom zu schwimmen, sondern nach neuen Herausforderungen zu suchen und diese anzugehen. Er macht sein Ding und das ist auch gut so. Gerade befindet er sich in einer spannenden Umschwungphase nach dem Studium und befasst sich nebenbei mit einer eigenen Unternehmensidee. Taucht nun ein in seine Ratschläge. Wir sind gespannt zu erfahren was ihr darüber denkt?  – JH
Simon knows what he wants. He analyses things in detail and wants to understand their connections and origins. When he makes a decision, he is determined and works purposefully and towards it. For Simon, nothing is tedious, and he seems to always be thinking of ways to further develop or work on new ideas – when he wants to effectuate something he simply does it.  He is not satisfied floating with the current but strives for opportunities to tackle new challenges. He does his own thing and currently he is transitioning from finishing his studies to pursuing his own business idea. As you read this story, we recommend diving into his advice, and we look forward to knowing what you think of it.  – JH

Mein Glück

Es ist gar nicht so leicht den Begriff in Worte zu fassen. Ich selbst spreche eigentlich nie konkret von „meinem Glück“, vielmehr assoziiere ich damit andere Begrifflichkeiten wie Zufriedenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Wertschätzung, welche mein Glück positiv beeinflussen. Es gibt sicherlich nicht die eine Formel, um glücklich zu werden, aber ein, zwei triviale Tipps aus meiner Erfahrung möchte ich euch dennoch weitergeben.

Ich mache mein Glück nicht mehr von anderen abhängig und versuche es nicht auf Biegen und Brechen zu erzwingen. Natürlich setze ich mich für meine Freunde ein, aber nie mit dem Hintergedanken dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Daraus entsteht sonst ein reines Leistungsdenken, was mich vielleicht im Business weiterbringt aber sicherlich nichts zu meinem Glück beitragen kann. Außerdem suche ich die Ursachen für mein (Un)glück nicht mehr in meinem Umfeld. Damals war ich allein für meine Antriebslosigkeit und Negativität verantwortlich, auch wenn es wahnsinnig bequem erschien die Schuld bei den anderen zu suchen. Während des Studiums hatte ich darauf einfach keinen Bock mehr. Ich hatte meine Misanthropie satt, ebenso mein ständiges schlecht gelaunt sein. Ich habe aufgehört immer alles so oberflächlich zu betrachten und alles und jeden zu verurteilen. Ich wollte wieder aktiv auf neue Menschen zuzugehen und aufgeschlossen gegenüber sozialen Aktivitäten sein. Mein Leben nicht mehr über Materielles und Oberflächlichkeiten zu definieren, sondern wieder neu zu strukturieren und mehr Tiefsinn zu geben.

My happiness.

It is not easy to put this term into words. I never concretely talk of my “happiness,“ but I do associate it with other words like satisfaction, trust, honesty and appreciation which shed light on my happiness in a positive way. There certainly isn’t a one-size-fits-all recipe for happiness, but I want to share with you one or two hints from my own experience.

My happiness no longer depends on others, and I try not to force it at all costs. Of course, I stand up for my friends but never with the ulterior motive of a reward. Otherwise it ends up as simply a performance that might later help me in business but with no real contribution to my real happiness. Furthermore, I don’t dwell on or search for reasons in my environment that might lead to my unhappiness. Earlier in my life it seemed much easier to find causes for being unhappy in others, despite the fact that I was the one responsible for my own listlessness and negativity. During my studies, I became quite sick of that attitude. I was tired of my bitterness and my bad moods that seemed to last all day. I decided to stop judging everyone and looking at everyone superficially. I wanted to actively go up to new people and be more open-minded about social activities. I wanted to stop defining my life through material things and superficiality and to structure it in a new way based on new profoundness.

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Negative Gedanken lasse ich trotzdem grundsätzlich noch genauso zu wie vorher, nur sich allzu sehr in sie hineinzusteigern bringt rein gar nichts außer noch mehr schlechte Laune. Eine Trennung beispielsweise vergisst man nicht einfach so in ein paar Tagen. Doch ich mache sicher nicht mehr den Fehler dadurch komplett den Glauben an mich zu verlieren. Denn ich erlebe täglich Momente, an die ich mich gerne erinnere. In lauen Sommernächten nachts durch die Straßen ziehen. Einfach mal den Sonnenuntergang auf dem Balkon genießen. Die Luft am Gipfel eines erklommenen Bergs einatmen. Diese Dinge erscheinen so simpel. Doch genau diese Erfahrungen machen für mich mein Leben aus. Umso besser, wenn ich sie mit mir wichtigen Personen teilen darf.

In diesem Sinne: Seid einfach alle mal wieder ein bisschen mehr Mensch. Zeigt Menschen, die ihr mögt, eure Wertschätzung. Nehmt euch mal mehr Zeit für sie. Lebt ein Leben in der Realität und nicht nur vor eurem Handy und den ach so sozialen Medien. Das erhöht nicht nur euer Glück, sondern auch das ihre. Wie sagt man so schön: Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Ich könnte hier noch so vieles anführen, was mein Leben lebenswert macht, wie ich schlimme Situationen bewältigt habe oder worin ich wahres Glück sehe. Solltet ihr mehr wissen wollen, dann fragt doch einfach. Ich bin gar kein so verschlossener Mensch, wie ihr vielleicht denkt. Und überlegt mal für euch selbst, ob ihr glücklich seid oder ob ihr nur das macht, was andere und die Gesellschaft von euch erwarten.

Of course I still have negative thoughts like I did before, but I don’t obsess over them because I know that this only puts me in a bad mood. You don’t get over a breakup in a few days for example. However, I won’t make the mistake again of losing faith in myself and every day I have experiences that I wish to remember. They are experiences like walking through the streets on balmy summer nights, enjoying the sunset on the balcony, or breathing in the air on a mountain you just summited. These things seem so simple, yet it is exactly these experiences that make the difference in my life, and they are even better when I can share them with those I love.

On that note: be a little bit more human again. Show people that you appreciate them. Take more time for them. Live life in reality and not in front of your mobile phones or the so-called “social” media platforms. It will not only enrich your happiness but theirs as well. As it is said: Happiness is the only thing that doubles when you share it.

I could easily add numerous experiences that make my life more livable, like times I’ve gotten over bad situations or things in which I find my true happiness. If you want to know more, then just ask. I am not as much of an introverted person as you may think. Also, reflect on yourself. Are you happy or are you just doing what other people and what society expects you to do?

Simon happiness