Ich erinnere mich an unser Treffen als wäre es gestern gewesen. Wir lernten uns am Tag des Attentates (Juli 2016) in München kennen. Ich saß in einem Café und arbeitete für ein Startup, Teresa setzte sich neben mich und wir verstanden uns sofort gut. Es schien surreal zusammenzusitzen und nicht zu wissen was draußen eigentlich passierte. Nach einiger Zeit wurden wir gebeten uns vom Fenster zu entfernen und uns mit allen anderen in das Innere des Gebäudes zu bewegen. Wir verbrachten den Abend auf ihrer Yogamatte, mit etlichen Whatsapp-Nachrichten von Freunden und Familie, die sich sorgten und hunderten von Nachrichten, die einen immer mehr beunruhigten. Ließen wir zeitweise unsere Telefone und Computer beiseite, vergaßen wir warum wir eigentlich auf dieser Yogamatte saßen. Solche Momente bewegen und zeigen, dass die Umgebung mit Menschen, die einem ähnlich sind und die eine unglaubliche Atmosphäre verbreiten, einen alles vergessen lassen. Irgendwie fühlten wir uns gemeinsam sicher und konnten alles andere zeitweise ausblenden. Ähnlich ist es wohl auch mit dem Yoga, oder Zeiten, die man im Moment lebt. Als ich Teresa wieder für das Glücksprojekt traf spürte ich wieder ihre innere Ruhe, die sie ausstrahlte. Ich freue mich sehr für sie, dass sie nun ihre Yoga-Ausbildung beendet hat und bin gespannt wie ihr Weg weitergeht! Viel Spaß mit ihrer persönlichen Geschichte, die euch einen besonderen Einblick in die Welt des Yogas und die innere Mitte gibt.  – JH
I remember our first meeting like it was yesterday. We got to know each other the day of the assassination (July 2016) in Munich. I was sitting in a Café, working for a Startup, Teresa sat next to me and we got along immediately. It seemed surreal sitting together and not knowing what actually happened outside. After a while we were asked move away from the window and go inside the building with all the others inside the café. We spent the whole evening sitting on her Yoga mat, with several Whatapp-messages from friends and family, who were worried and hundreds of news, which worried one even more. Did we sometimes leave our phones and computers apart, we forgot why we were sitting on this Yoga mat. These magic moments move and show that the surrounding of people, who are similar to you and spread an incredible atmosphere, let you forget everything. Somehow we felt safe together and sometimes could fade out all the other things. With Yoga this is probably similar, or at times in which you live at the moment. When I met Teresa for the happiness project again, I felt her inner peace she radiates. I am very happy for her that she has finished her Yoga education and I am eager to know how everything will continue! Enjoy her personal story, which gives you a special insight in the world Yoga and the interior midst.  – JH

Topfschlagen

Als Kind hat mir „Topfschlagen“, das oft auf Kindergeburtstagen gespielt wurde, viel Freude gemacht: die Spannung, bevor der Kochlöffel endlich auf dem Topf erklingt, auf dem Boden zu kriechen und nicht zu wissen wo ich bin, während die Kinder um mich herum „warm“ und „kalt, kalt“ rufen, um mir den Weg zu weisen. Dann das Tuch von den Augen zu reißen und ein Glücksgefühl zu spüren, ihn endlich gefunden zu haben, den Topf und das, was sich darunter verbirgt.

Als ich mich fragte, was mich eigentlich glücklich macht, habe ich an Yoga gedacht und irgendwie kam mir dabei auch das Topfschlagen in den Sinn.

Das Glück beim Yoga sind für mich die Verbindung mit dem Atem, das Finden der Stille im Sitzen, die kurzen Pausen, in denen ich mich von meinen Gedanken löse, die Kraft und die Entspannung in und mit den Asanas, den Yogahaltungen. Ich schwitzend auf der Matte und danach mit strahlenden Augen durch die Welt spazierend. Manchmal ist es der Weg, das Üben selbst, das mich glücklich macht. Manchmal ist es das Ergebnis, die Freude und der Frieden, die sich nach der Praxis einstellen. Es ist auch das befreiende Gefühl, wenn das Ungeliebte das durch Yoga bisweilen hochkommt und aus mir heraus möchte, sich wieder auflöst.

Hitting the pot

As a child, “hitting the pot “, which was played at children´s birthday parties gave me a lot of pleasure: the tension, before the cooking spoon finally sounds on the pot, creeping on the ground and not knowing where I am, while the other children around me scream “warm” and “cold, cold” to guide me my way. Then ripping the cloth from the eyes and feeling this sense of happiness, to have finally found it, the pot and that which is underneath it.

When I asked myself, what actually makes me happy, I thought of Yoga and somehow hitting the pot came to my mind.

The happiness when doing Yoga is the connection with the breath, finding the silence in sitting, the short breaks, in which I totally loose myself from my thoughts, the power and the relaxation in and with the Asanas, the yoga poses. Me, sweating on the mat and afterwards with bright eyes walking through the world. Sometimes it is the way, the practicing itself that makes me happy. Sometimes it is the result, the joy and the freedom, which come after practicing. It is also the the liberating feeling, when the tedious from time to time comes up and wants to get out of me, disperses again.

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Yoga wirkt bei mir wie die Kinder, die mir früher durch ihre Zurufe beim Topfschlagen geholfen haben, den Weg zum „Topf“, zur Mitte, zu finden.

Dahinter verbirgt sich für mich die Erkenntnis, dass Glück auch Verbindung ist. Verbindung mit mir, mit anderen und mit allem um mich herum. Für mich findet sich das in und durch meine Yoga-Praxis. Vielleicht heißt Yoga deshalb auch so viel wie „Anbinden“.

Als ich vor einigen Jahren zum Yoga gefunden habe, baute ich diese Verbindung allmählich auf. Zuerst war es das gute Gefühl meinen ganzen Körper zu spüren und teilweise neu zu erleben. Später zeigten sich vermehrt auch Wirkungen auf mentaler Ebene. Zum Beispiel wenn ich erkannte welche Entscheidungen und Wünsche meine eigenen sind und welche jemand anderem gehören.

Diese Verbindung fühlt sich wie ein Ankommen bei mir selbst an. Sie ist eine Glück bringende Basis für vieles andere, wie zum Beispiel für alle kleinen (was tut mir heute gut?) und alle großen Entscheidungen im Leben (was will ich erreichen?).

Und wie auch beim Topfschlagen, führt der Weg ins Ankommen, eine Verbindung spüren, nicht geradeaus oder direkt zum Ziel. Es ist vielmehr wie ein immerwährendes Suchen und Einkreisen des Selbst, der eigenen Mitte. Ist diese wieder einmal gefunden – und sei es nur für einen Augenblick – erfüllt mich ein sonnig warmer Moment.

Meine Yoga-Praxis hilft mir, dort immer wieder und öfter hin zu finden und das macht mich sehr glücklich.

Yoga has the same effect like the children, who earlier helped me through their shouting while playing hitting the pot, finding the way to the “pot“, getting centered.

For me the realization behind this, is that happiness also is connection. Connection with myself, with others and with everyone and everything around me. For me this is found in and through my yoga practice. Maybe because of this Yoga means something like “tethering up“.

When I discovered Yoga for myself some years ago, I somehow built this connection from time to time. First of all, it was the good feeling sensing my whole body and partially experiencing new. Later changes at the level of mentality. For example when I realized which of the decisions and wishes were my own and which ones belonged to someone else.

This connection feels like arriving by myself. It is a happiness bringing base for many other things, like for example for all small (what makes me feel well today?) and bigger decisions in life (what do I want to reach?).

And like through hitting the pot, the way leads to arriving, feeling this connection, not straight or directly to the aim. It is rather an always ongoing searching and finding that self of the own center. Is this once again found – and be that just for a blink of an eye – complies me a sunny, warm moment.

My yoga practice helps me, there finding this always and more often and makes me really happy.

Teresa happiness story from our stories

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